Rückblick auf vergangene Veranstaltungen und Aktivitäten

Hier präsentieren wir aktuelle Informationen und Berichte über durchgeführte Aktivitäten und Veranstaltungen unseres Zwar – Netzwerk in Baumberg.  

Vortrag über Bienenzucht am 03.03.2023

Zu einem sehr informativen Vortrag über die Aufzucht von Bienen traf sich eine Gruppe der Baumberger Zwarler mit der Imkerin Marie Förster. Über sie erfuhren die Teilnehmer alles Wichtige über die Heranzucht und Versorgung einer Bienen­königin durch die sogenannten Arbeiterinnen und der dafür vorgesehenen Belegstellen. Belegstellen sind die Plätze, die der Paarung von Königinnen mit ausgewählten Drohnen dienen.

Auch die Erläuterungen der Vortragenden über die Produktion von Bienenwachs waren sehr aufschlussreich und boten neues Wissen für die Teilnehmer.

Zwar zur Führung im Lokschuppen Hochdahl

Am 6.6.23 haben sich sechs Menschen von Zwar Baumberg nach Hochdahl aufgemacht. Bei herrlichem Wetter lockte das Ensemble des Lokschuppens stilvoll mit den Industrie-Loks, den speziellen Waggons, der Porzer Bahnsteig-Überdachung und den Signalen. Uli Schimschock, ehemaliger Bundesbahner und Tausendsassa im Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl e.V., erzählte sehr kurzweilig und oft übergreifend die Geschichte des Lokschuppens und seines Umfelds. Er meinte, dass für „Pufferküsser“, wie er die Eisenbahn-Fans umschrieb, der Lokschuppen auch ein Lock-Schuppen sein könnte. Die Bahnpolizei nannte er dann „Schotter-Sheriffs“. Der Bau der ersten Eisenbahnstrecke Westdeutschlands von Düsseldorf nach Elberfeld hatte durch den geraden Streckenverlauf eine erhebliche Steigung zu überwinden, die damalige Dampfloks noch nicht schafften. Ein Seilzug musste her. Den Betrieb über eine Dampfmaschine hatte man erst gar nicht realisiert. Stattdessen musste ein bergab fahrender Zug den bergauf fahrenden Zug an einem 2,4 km langen Hanfseil hochziehen. Der Verschleiß war sehr hoch und es kam ein Stahlseil zum Einsatz. Als der Fahrplan nicht mehr angeglichen werden konnte wurde ein drittes Gleis mit einer talfahrenden Zug-Lok installiert. Später half dann lediglich eine Schub-Lok bergauf. Als der Rangierbetrieb hierzu zu umfangreich wurde waren die Lokleistungen so gesteigert worden, dass eine Lok allein diese Steigung meistern konnte und der Seilzug entbehrlich wurde. Heute ist im Bereich des S8-Bahnhofs Hochdahl nur noch die Umlenkrolle ausgestellt. Der Lokschuppen, der eigens für die Zug- und Schub-Loks gebaut wurde ist heute Museum und Veranstaltungs-Location für Konzerte, Märkte und Familienfeste für bis zu 300 Personen. Mit seinem Bau im 19. Jahrhundert fand man in Hochdahl auch Raseneisenerz. Der zur Verhüttung benötige Kalk wurde auch nebenan abgebaut. Dabei wurde dann flugs der Neandertaler freigelegt und hat seitdem ein eigenes Museum. Vielbeachtet in Hochdahler Museum war der originale Fahrkartenverkaufstand vom Bahnhof Erkrath. Die Trennscheibe mit dem Spracheinsatz und der Wechselmulde im Tresen rief viele Erinnerungen wach. Die Apparaturen sind alle noch in Betrieb und es existiert ein umfangreiches Fahrkarten-Arsenal. Die Vorführung allermöglichen Entwerter-Zangen sorgte für etliche Aha-Effekte.  

110 Vereinsmitglieder werkeln in der vereinseigenen Wartungshalle und auf dem Gelände in mannigfaltigen Berufen. Das Archiv umfasst ca. 30.000 Exponate. Alle doppelten Druckwerke werden im Bahnladen bundesweit und in Nachbarländer vertrieben. Zudem noch Fachliteratur aus eigener Feder einiger Vereinsmitglieder.

Bei der abschließenden Einkehr am Hochdahler Markt konnten die vielfachen und lohnenswerten Eindrücke noch einmal vertieft werden.

Besuch der Glocken- & Kunstmanufaktur Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher

Die ZWAR-Gruppe Baumberg besuchte am 24.8.23 die Glocken- & Kunstmanufaktur Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher. Die Herstellung der Glocken ist eine Wissenschaft für sich. In 300 Jahren Firmengeschichte hat sich der Guß der Glocken nicht wesentlich verändert. Bis die Formen hergestellt sind, das Metall gegossen werden kann, alles aushärten muss, vergehen mehr als 3 Monate. Dabei wird auch die Klangwiedergabe der unterschiedlichen Tonarten, die harmonisch aufeinander abgestimmt sein müssen, geprüft. Danach erfolgt die Lieferung in alle Welt.

Erlebnis  Dhünntalsperre- Zwar-Führung am 07.09.2023

Zunächst wurde sich bei der Lindenwirtin in Odenthal-Scherf bei einer super Aussicht in die bergische Landschaft gestärkt. (sehr empfehlenswert!) Anschließend ging es dann zum Startpunkt der Führung, dem Informationszentrum „Aqualon“ bei Lindscheid. Es gab eine Menge Informationen zu den technischen Daten und Einrichtungen der Talsperre. Hier ein paar derjenigen, die beeindruckten:

  • Es handelt sich um eine reine Trinkwassertalsperre, welcher sogenanntes Rohwasser entnommen wird, um an die Verbandswasserwerke zur Trinkwasseraufbereitung übergeben zu werden
  • Sie hat KEINE Staumauer, sondern einen mit Bäumen und Sträuchern bepflanzten Staudamm
  • Der aus Beton erstellte Wasserüberlauf ist NICHT direkt am Staudamm, hat eine Tulpenblütenform und ist riesig
  • Der Wasserentnahmeturm daneben geht über 9 Etagen in die Tiefe (siehe Foto)
  • Um von der Staudammkrone bis zum Kontrollgang am Grund des Dammes zu gelangen, muss man 406 Stufen hinabsteigen (siehe Foto)
  • Der Fluss Dhünn wird unterhalb des Staudammes mit Wasser von einer Temperatur, die der Jahreszeit entspricht, über einen beweglichen Thermoentnahmerüssel gespeist. 

Da es sehr heiß war, war das abschließende von den Führern spendierte Kaltgetränk eine wahre Wohltat! 

Besichtigung des Klärwerks Monheim am 7.11.2023

Das Klärwerk Monheim gehört zum Bergisch-Rheinischen Wasserverband und betreut Langenfeld, Solingen und Hilden. Glücklicherweise hat es bei der Führung der ZWAR-Gruppe Baumberg durch das Klärwerk kaum geregnet, denn bei einem Starkregen könnten sich Wassermassen über Rückhaltebecken und Staukanäle ihren Weg zurück in die Kläranlage und evtl. sogar bis auf Straßen und in die Keller suchen. Das Abwasser aus Haushalten, Industrie und Gewerbe wird hier aufbereitet und nach intensiven Reinigungsprozeduren sauber in den Rhein geleitet. Die Abwässer werden mit sämtlichen Verunreinigungen gesammelt, laufen in ein Vorklärungsbecken um dort von Grobstoffen mit einem Rechen entfernt zu werden. Mikroorganismen (z.B. Bakterien usw.) übernehmen die biologische Reinigung. In weiteren in weiteren Verfahren erfolgt die Entfernung von Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen, Phosphaten, Feinstoffen usw.. Aus dem sogenannten Rohschlamm entsteht im Faulbehälter Klärgas, was zur Wärme- und Stromerzeugung auf dem Gelände genutzt wird. Der verbleibende Trockenschlamm wird regelmäßig zur Klärschlammverbrennung gebracht.

Die ZWAR-Gruppe Baumberg bekam so einen interessanten Einblick in die Entsorgung unserer täglich produzierten Abwässer.

INFO-Vortrag zum Thema „Wohngeld-Reform – Im Rahmen des Basistreffens am 29. November 2023

Stark gestiegene Wohnkosten und Energiekosten machen vielen Menschen, besonders Rentnerinnen und Rentnern, zu schaffen. Beim beratungsCentrum e.V. der Stadt Monheim informiert und berät Frau Lisa Woloschenink über die neue Wohngeld-Reform und kann auch bei der Antragstellung helfen.

Kontaktdaten des beratungsCentrum e.V.

www.beratungscentrum.org

Tel. 02173 / 20420-00 ; Mobil: 0157 / 37 947 124

Email: wohngeld@beratungscentrum.org

Autoren*Innen-Lesung der Zwar-Literaturgruppe „Wir schreiben selbst“             am 23. April 2024 um 18:00 Uhr im Getrud-Borkott-Haus der AWO

Im achten Jahr ihres Bestehens veranstaltete die Zwar-Baumberg-Literaturgruppe einen Leseabend im Begegnungsraum des Gertrud-Borkott-Hauses. 40 Interessierte hatten sich angemeldet. Bei Kaffee und Kuchen, sowie Getränken und Knabbereien lauschten die Gäste gerne dem Programm „Ein Kessel Buntes“. Peter Cafitz führte galant durch den zweistündigen Abend. Die eigenen Texte wurden in loser Reihenfolge vorgetragen.

Von Christine Lossagk sechs Titel: „Als Kind“, „Das Gesicht“, „Ertragen“, „Verschwundene E-Mail“, „Das Wiedersehen“ und „Wenn ein Zug fährt“.

Von Angelika Cafitz sieben Titel: „Kinderspiel“, „Unter den Kastanienbäumen“, „Die Zeit“, „Das Glück“, „Der Tanz“, „Nachtschwärmer“ und Zugabe „Mein Fluss“.

Von Vera Erdniß Di Nocco fünf Titel:  „Zweisprachiges Kindergedicht“ (italienisch/deutsch) mit Co-Sprecher Peter Cafitz, „Haus der Kindheit“, „Wilder Wind“, „Traum vom Fliegen“ und Zugabe „Sonnen-Blume“.

Von Romuald Weinert vier Titel: „Peinliche Begegnung“, „Auf den Hund gekommen“, „Ein Wort zu viel“ und „Speed“.

Von Peter Sonnwald drei Titel aus dem Fundus „Der kleine Ernst“:                                 „Um-Fall“, „Faltboot“ und Zugabe „Wandlung“. Abschließend fand ein reger Austausch statt. Die Kommentare der Gäste waren eindeutig: entspannende Beiträge, sehr professionell, mutige Texte, unterhaltsam, kurzweilig und mit Wiedererkennungs-Momenten. Außerdem wurde ein weiterer Leseabend angeregt, was die Literatur-Gruppe um Christine Lossagk gerne